Wenn er in ferner Zeit ergraut,

die Schmach bleibt ewig unverdaut,

die einst auf schwarz und gelber Flur

dem blauen Pöbel widerfuhr.

Die Tränen fließen ohne End

wenn er an jene Zeiten denkt.

So ohne Schale in der Hand

und Dortmund außer Rand und Band.

In Anlehnung an alte Zeiten,

nen blauen Einmarsch sie bestreiten.

Der Polizei ists recht gewesen

kehrten dort ja blaue Besen.

Doch auf die blöde Straßenhatz

folgte die Antwort auf dem Platz.

Aus blauer Überheblichkeit,

wurd gelbes Glück in Ewigkeit.

Die viele Trauer und der Hohn

war Fußballgottes rechter Lohn

für Fahnenklau und Prahlerei

so schnell wars mit dem Traum vorbei.

Prompt sandten einen schönen Flieger

die sehr betuchten Derbysieger.

Er teilte jene Botschaft mit,

die sich in alle Träume schnitt.

Riesig waren Hohn und Spott,

doch schuld war nur der Fußballgott.

So machte es sich in die Windel

das heulend blau weiße Gesindel.

Die Wochen drauf wurden zur Posse

durch Jammerei der Scheisser-Bosse,

von Rojek, Tönnies, Schnusenberg

als Ablenkung vom Schuldenberg.

Die JHV in Harmonie

und Hass im Ruhpott wie noch nie.

Das war die blaue Laberei,

da sehnt man doch das Derby bei.

Das Flakgeschütz schon aufgebaut

und alte Liebe aufgetaut

sollt dieses Derby schöner sein,

doch trügt der blaue Friedensschein.

Doll, der Derbysiegertrainer,

wusste vor dem Spiel nicht wen er

auf den Rasen schicken sollte,

denn sechs Tage lang er grollte.

Hatte doch sonntags zuvor

jubiliert der Zebrachor.

Drum hat er rechts die Qual der Wahl,

wo Kringe sich zuletzt empfahl.

Doch ist entscheidend bei der Hatz

die Einstellung auf jenem Platz,

im Vogelkäfig drüben dort,

an jenem unwirtlichen Ort.

Drum lasst uns in die Halle ziehn

und unsre Mannschaft dort beknien.

Denn nur ein Derbysieg befreit

bei uns jene Glückseligkeit.

Zwei Jahre später hörte er
aus dem schwarzgelben Fahnenmeer

Gratulation von unweit her,

es war zur "50 Jahr-Feieeer".

Und düster wurde jene Zeit,

die sich ans Jubiläum reiht.

Der Russe mit dem vielen Geld

hat sich ins Vorstandsamt gewählt.

Gefällt sein Spielzeug ihm nicht mehr,

dann wirds für Scheisse richtig schwer.

Denn wird das Geld dann erstmal knapp,

schließt sich jener Bogen ab.

Der in den 70ern begann,

als man trat zum Meineid an.

Die Schale holen war ihr Traum,

nur schwebt er heute noch im Raum,

denn weder Stuttgart, noch die Bayern

ließen Gelsenkirchen feiern.

Doch wirklich heftet dieser Vers

dem Dortmunder es ans Revers:

Dass heut noch singt die Gelbe Wand

"…keine Schale in der Hand!"