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Vereinslied der Blauen erzürnt den Nahen Osten |
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Über 80 Jahre ist das Scha**er Vereinslied "Blau und weiß, wie lieb ich dich" alt. Seit 1924 singen es die Knappen aus Gelsenkirchen. Nun sorgt eine Zeile dieses traditionellen Liedgutes für Zorn und Aufruhr in der arabischen Welt. "Mit menschenverachtender Didaktik wird hier auf Werten des Islams rumgetrampelt", sagt Yasir al-Dschizi aus dem inneren Zirkel der Al-Quaida während er eine blau-weiße Vereinsfahne mit einem Marlboro-Feuerzeug zu entzünden versucht. |
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Das Corpus delicti versteckt sich in der zweiten Strophe. "Mohammed war ein Prophet", heißt es da zunächst ganz harmlos. "Das ist richtig", sagt al Abdul al-Haschaf, stellvertretender Bürgermeister von Teheran und leidenschaftlicher Fußballfan. "Doch was dann folgt, ist eine Unverfrorenheit, die nach Vergeltung schreit." Der Lokalpolitiker spielt auf die folgende Zeile an: "….der von Fußballspielen nichts versteht." "Skandal", ruft al-Haschaf und wedelt mit hochrotem Kopf mit den Armen. "Der Prophet Mohammed hat damals das Fußballspiel mit erfunden und spielte seinerzeit selbst erfolgreich als Rechtsaußen in der Profimannschaft von Motor Mekka." Erst ein vierfacher Muskelbündelriss mit einhergehender Schultereckgelenkssprengung habe ihn dazu gezwungen, die Karriere vorzeitig zu beenden. Er nahm daraufhin bei der Stadtverwaltung Mekka eine Stelle als Prophet an. Gazprom stellt die Verbindung herDurch die Partnerschaft mit dem Gas-Giganten Gazprom wurde die arabische Welt auf den FC Scha**e 04 und das Vereinslied aufmerksam. "Wer Geschäfte mit solch einer aufrichtigen Firma aus Russland macht, den wollten wir kennenlernen", sagt Abdallah al-Muttalib, ehemaliger Verkehrsminister der afghanischen Taliban-Regierung. Doch als den Mullahs die Übersetzung des Vereinslieds in die Hände fiel, war Schluss mit der Freundlichkeit. "Nur gottlose Menschen können solche Dinge von sich geben. Allah wird die gerechte Strafe über diese Parasiten der Gesellschaft kommen lassen." Gerüchten zufolge soll der Dschihad jetzt ins Ruhrgebiet getragen werden, soll der Glaubenskrieg nun zwischen Zechen und Gasometer ausgefochten werden. Auch Christen sind entsetztDoch nicht nur die islamische Welt ist in Aufruhr, auch die christliche Kirche empört sich. "Wenn sich hier jemand Farben ausgedacht hat, dann bestimmt nicht Mohammed", sagt Probst Peter Paul Panther vom der St. Pius-Gemeinde in Petershagen. "Gott persönlich hat die Farben erfunden. Hilfe hat er da von keinem erhalten, und vor allem nicht von diesem Nachahmer aus dem Islam." Probst Panther echauffiert sich darüber hinaus über die Fehlinformation, dass irgendeine höhere Kraft die Vereinsfarben des FC Scha**e 04 bestimmt habe. "Wer auch nur einen Funken Geschmack hat, wählt mit Sicherheit nicht Blau und Weiß", sagt er. Panther ist deswegen sicher, dass die wahren Urheber der Vereinsfarben im tiefsten Gelsenkirchen eine ziemlich weltliche Existenz fristeten. Farbe oder keine FarbeBei all dem Ärger mit den Konfessionen ist folgendes nur eine Randnotiz:."In dem Vereinslied wird purer Blödsinn erzählt", sagt Prof. Dr. Theodor Haferschneidt, Farb- und Leuchtstoffexperte an der Uni Würzburg und Vorstandsvorsitzender der IG Farben. "Denn Weiß ist per Definition keine Farbe. Es ist ein Skandal, dass der Verein seine Tausende Anhänger mit solchen Fehlinformationen füttert." So oder so: Für den FC Scha**e 04 heißt es nun: Farbe bekennen. |